Bienen im Bibelgarten

  Bienen sind wichtig


Die eigentliche Bedeutung der Imkerei liegt in der Bestäubungstätigkeit der Bienen, die die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren sicherstellt. Ohne die menschliche Betreuung sind Honigbienen jedoch faktisch nicht mehr überlebensfähig. Deshalb ist die Bienenhaltung und -pflege ein besonders wichtiger Beitrag zum Naturschutz. Seit Mitte der 80er Jahre gibt es eine ernste Bedrohung : die Varroa-Milbe, die ganze Bienenvölker vernichtet.
 
Im Bibelgarten in Oyten werden Bienen in einer Klotzbeute gehalten. Darüber wird im Folgenden berichtet. Vielleicht ist der Bericht auch für Sie ein Anstoß Bienenhaltung in einen Garten oder Bibelgarten zu integrieren? 





 Bienen im Bibel- und Paradiesgarten Oyten



„Iß, mein Sohn, Honig, denn er ist gut und Honigseim ist süß in deinem Halse.“ (Sprüche 24,13)

In der Bibel, ganz besonders im Alten Testament, ist sehr oft  die Rede von der Honigbiene,  vom Honig und sogar von dem Land,“ wo Milch und Honig fließen“. Nach dem Schöpfungsbericht (1. Mose 1,20ff) sind die Bienen wie die anderen Tiere auch als Teil von Gottes guter Schöpfung zu verstehen. Somit haben auch sie – wie unsere Tauben – Eingang und Aufnahme in unserem Bibel- und Paradiesgarten der Oytener Kirchengemeinde gefunden.

Seit alters her hatte Bienenwachs große Bedeutung bei der Herstellung  von Kerzen für Kirchen und Klöster – Honig war als Süßungsmittel und Heilmittel schon seit der Antike bekannt.

Heute spielt der Naturschutz in unseren Gärten eine bedeutende Rolle. Die Bienen übernehmen hier die Rolle der Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen. Besonders in der Umgebung von Kirchen und Friedhöfen mit altem Baumbestand finden sie reichlich Nahrung.
In unserem Oytener Bibelgarten ist das Bienenvolk in einer sogenannten „Klotzbeute“ (hohler Baumstamm) seit 2003 untergebracht. Die Betreuung erfolgt durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter des Bibelgartens, Imker Fred Schmitz.

Gute Resonanzen bekommen wir bei speziellen Führungen und Veranstaltungen wie z.B. am jährlich stattfindenden „Tag der offenen Gartenpforte“. Hier bekommen Besucherinnen und Besucher anschauliche Informationen anhand von Tafeln und Schaukästen. Geschmacksproben von Honig und Met erfreuen dabei Leib und Seele.
Empfehlenswert ist es bei Interesse, sich bei örtlichen Imkervereinen über artgerechte Unterbringung und Pflege von Bienen zu informieren.


Für das Bibelgarten-Team: Pfrn. Andrea Jandke-Koch, Fred und Irmtraut Schmitz, Ebba Meier
Beim Oytener Bibelgartenteam kann man weitere Informationen bekommen. Interessant sind auch die folgenden Seiten:
www.mellifera.weitblick.de/mellifera/
www.deutscherimkerbund.de
www.bienen.de

 Der Beitrag der Bienen zum Lob Gottes


In Paul Gerhardts Sommergesang „Geh aus, mein Herz“ aus dem Jahr 1653 heißt es:
„Die unverdrossne Bienenschar /
fliegt hin und her, sucht hier und da /
ihr edle Honigspeise; /
des süßen Weinstocks starker Saft /
bringt täglich neue Stärk und Kraft /
in seinem schwachen Reise.“ (EG 503,6)

Bienen werden allgemein geschätzt, weil sie fleißig sind und den für den Menschen so wertvollen Rohstoff Honig herstellen. Bei Paul Gerhardt jedoch haben die Bienen auch einen geistlichen Sinn, darauf verweist schon die Zusammenstellung mit dem so bedeutsamen Weinstock. In Strophe 11 heißt es:
„O wär ich da! O stünd ich schon, /
ach süßer Gott, vor deinem Thron /
und trüge meine Palmen.“

Es geht um die Süße als Eigenschaft Gottes. Der Inbegriff der Süße war früheren Generationen der Honig. Von einem süßen Gott sprechen, das kann man scheinbar nur durch mystisches Erleben. Oder liegt es gar nicht so fern? Paul Gerhardt denkt an die Erfahrung eines schönen Sommers. In Strophe 8 dichtet er:
„Ich selber kann und mag nicht ruhn, /
des großen Gottes großes Tun /
erweckt mir alle Sinnen.“

Gottes Freundlichkeit kann man schmecken und sehen, so steht es in Psalm 34,9. Die irdische Schöpfung ist das Feld, auf dem Gott erfahren werden kann und zwar: mit allen Sinnen. Alle menschlichen Sinne sind aufgefordert, Gottes Herrlichkeit zu entdecken und sie zu preisen. Die Bienen mit ihrem Honig helfen uns dabei.
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